Trotz Chancenwucher entführt der TV Hilpoltstein drei Punkte aus Heng
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Bei hochsommerlichen Temperaturen fährt der TV Hilpoltstein nach 97 Minuten, trotz Chancenwucher, einen verdienten 1:0 Auswärtserfolg und somit den ersten Sieg der Saison 2024/2025 gegen den Henger SV ein.
Bereits von Beginn an sahen die rund 150 Zuschauer progressiv agierende Gäste aus der Burgstadt. So dauerte es auch nicht lange bis die Schwarzgelben eine erste gefährliche Torannäherung in Form eines Freistoßes von Neuzugang Alexander Schwender, welcher knapp über das Tor strich, zeigten (3.).
Nur rund drei Zeigerumdrehungen später fand das Spielgerät aus Sicht des TV dann auch sein gewünschtes Ziel: Simon Wittmann wurde über die linke Hilpoltsteiner Angriffsseite freigespielt setzte sich unwiderstehlich gegen zwei Gegenspieler durch und gab eine Flanke nach Innen. Torjäger Manuel Wenzl stand goldrichtig und vollendete den schönen Angriff mit einem wuchtigen Kopfball zur umjubelten 1:0 Führung für die Gäste (6.).
Sichtlich geschockt von dem frühen Gegentreffer agierte nun die Hintermannschaft des HSV. So war es ein Leichtes für Abwehrrecke Stefan Kerner mit einem Ball durch die Schnittstelle Wenzl auf die Reise zu schicken, der uneigennützig auf den mitgelaufenen Co-Spielertrainer Vigan Asani ablegte, welcher jedoch freistehend aus kürzester Distanz am glänzend reagierendem Heimkeeper Franz Pfaller scheiterte (9.).
Auch die nächste hochkarätige Gelegenheit für den TV Hilpoltstein ließ nicht lange auf sich warten, als in der elften Spielminute eine Ecke in den Henger Strafraum segelte und in TV-Kapitän Benedikt Herzog einen Abnehmer fand. Lediglich ein gegnerisches Abwehrbein auf der Torlinie verhinderte den Einschlag zur 2:0 Führung.
Nach etwa 20 Minuten endete der Sturmlauf der Burgstädter und die Gastgeber aus Heng fanden nun auch in die Partie, näherten sich zu meist aber lediglich mit Standartsituationen dem Hilpoltsteiner Gehäuse an, welche allesamt sichere Beute des Hilpoltsteiner Schlussmanns Christoph Gaukler wurden.
Wirklich gefährlich für das Tor der Gäste wurde es erst nach 35 gespielten Minuten, als Hengs Dennis Ivanjuk eine Flanke aus dem Halbfeld in den Sechzehnmeterraum des TVH schlug und diese an Freund und Feind und zum Hilpoltsteiner Glück auch Zentimeter am langen Pfosten vorbeiflog. Diese Schrecksekunde für die Burgstädter war auch die letzte nennenswerte Aktion vor dem Halbzeittee, weshalb es mit der knappen TV-Führung in die Kabine ging.
Nach der Pause zeigten sich beide Teams sofort auf der Höhe. Zunächst prüfte Hengs Alexander Haas TV-Torhüter Gaukler mit einem Freistoß aus 20 Metern (49.), ehe auch die Burgherren wieder zu einer guten Gelegenheit kamen, als der mittlerweile eingewechselte Christoph Herzog alleine vor dem Gehäuse der Gastgeber auftauchte, doch aus 12 Metern den Ball neben den Kasten platzierte (54.).
Nach 56 Spielminuten bildete sich eine Hilpoltsteiner Jubeltraube, als Wenzl erneut auf Vorlage von Wittmann zum vermeintlichen 2:0 für seine Farben netzte. Doch die Freunde der Schwarzgelben wurde jäh durch das umsichtig leitende Schiedsrichtergespann unterbrochen welches eine Abseitsstellung des TV-Stürmers erkannte.
In der Folge war nun die Heimelf die aktivere Mannschaft, was sicherlich durch den Spielstand, aber auch durch den enormen Aufwand welchen die Gäste bei hochsommerlichen Temperaturen in der ersten Hälfte betrieben, bedingt war.
Mehr als einige Ecken und Freistöße aus dem Halbraum gelang in dieser Phase des Spiels aber auch dem Henger SV nicht.
Erst als sich HSVs Marco Bömoser in der 71. Minute ein Herz nahm und aus der zweiten Reihe feuerte hatte der Anhang der Heimmannschaft den Torschrei auf den Lippen, doch die Kugel strich um Zentimeter über den Querbalken des TV Hilpoltstein.
Auf der Gegenseite zeigte die Christ-Elf eine Viertelstunde vor Spielende den wohl schönsten Angriff der Begegnung, als Mittelfeldmotor Fabian Schnabel den eingewechselten Enzo Schneck durch die Schnittstelle der Abwehr schickte und dieser auf Schwendner zurücklegte, welcher mit seinem Schuss aber lediglich den Pfosten des Henger Tors traf.
In der Schlussphase der Begegnung war das Spiel zerfahren und die Gemüter erhitzt, so versuchte der SV durch lange Bälle in den Hilpoltsteiner Strafraum zum Erfolg zu kommen und die Gäste auf der Gegenseite verteidigten leidenschaftlich die knappe Führung.
Als Schiedsrichter Önder Sariaydin vier Minuten Nachspielzeit anzeigte schwappte auch die Stimmung auf der Hilpoltsteiner Bank um, sodass das Schiedsrichtergespann einen TV-Betreuer mit einer gelben und TV-Coach Marco Christ sogar mit einer Gelb-Roten Karte abstrafte.
Doch all dieser Unruhe zum Trotz brachten die Burgstädter das Ergebnis bis zum Schlusspfiff in Spielminute 97 über die Zeit, was gleichbedeutend mit dem Auftaktsieg für den TV Hilpoltstein war.
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